The Hugo - Martin Kluge


Direkt zum Seiteninhalt

Richtung Lago Maggiore

Touren > Biketour2005

Der Tacho bei beginn...

Hier der Tourbericht vom Jahr 2005. Habe leider darauf verzichten müssen, die Route auf einer Karte hier zu veröffentlichen. Schlimme Menschen drohen und klagen zu klagen oder so. Urheberrecht, ihr wisst Bescheid?
Im Übrigen habe ich den Tourbericht in drei Teile gesplittet, um die Ladezeiten zu verkürzen.

Tachostand bei Tourbeginn

Auf jeden Fall sind die Kommentare meine Meinung, das selbe gilt für die Bewertungen von Campingplätzen o. ä.
Alle Bilders habe ich selbst gemacht, wir feiern unter anderem das 3000. Foto meiner Digitalkamera, der kleinen Powershot A70. Fragen? Gerne, schreibt mir 'ne Mail!
Schreibfähler? Können, müssen aber nicht sein...
Da sehr viele Fotos enthalten sind, können längere Ladezeiten auftreten, je nachdem wieviel Bits 'n' Bites auf Euere Kiste geschickt wird...
Viel Spass beim Lesen

11.06.2005: Auf nach Reschen



Der Bodensee
Es ist fast schon Tradition, der Stopp am Bodensee. Warum also dieses Jahr nicht?
Wir starteten gegen 9.45 (wieder mal nicht in die Gänge gekommen) von Neuleiningen. Eine Freundin hatte zum allgemeinen Frühstück geladen (Gruß an Tanja), wohl denkend, dass wir auf unserer Tour auf's Kulinarische verzichten. Sie sollte irren.

So führte uns der Weg im Schwarzwald durch's Kinzigtal. Schöne Strecke, geile Kurven und viele Kuckucksuhren.
Gegen 17.00 Uhr Ankunft in Hagenau am Bodensee. Wollte nicht auf den Campingplatz vom letzten Jahr, man(n) will ja Abwechslung. Also hin zum Zeltgehege "Alpenblick". Noch ein nettes Bier des Abends und ab in die Kiste, am nächsten Tag sollte es ja in die Alpen gehen.
Tageskilometer: 380

Der Tacho bei beginn...

SR500, Freewind und Bonnie feat. Sven und Tom

Bewertung Campinplatz "Alpenblick" in Hagenau:
(Schulnote): 4+
Auf- /Abwertung:
Minus:

  • Dusche 6 min 30 Cent (Chipeinwurf)
  • Wände und Decken der Sanitärs wirken etwas reinigungsbedürftig
  • Tourimässig aufgemacht

Plus:

  • 1 min zum Bodensee
Das erste Camp

Das erste Camp...

12.06.2005: Die Alpen



Hochtannbergpass

Gut geschlafen. Morgens gegen 10.00 waren wir auf dem Weg in die Alpen. Das Wetter wollte sich nicht von der besten Seite zeigen, Sprühregen bremste die Euphorie.
Erstmal in Bregenz eine Autobahnvignette kaufen, denn vom Vorjahr weiss ich, dass die Beschliderung der Österreicher nur allzugerne auf die Autobahn verweist und ohne diesen Papper kann das schon teuer werden.
Also lieber 4,70 € löhnen für 10 Tage knöllchenfreies verfahren...
Der Regen hatte uns gezwungen, die schicken Regenkombis anzulegen, aber als wir gegen 14.00 am Fuße des Hochtannbergpasses ankamen, ließ das Wetter zu, besagte Gummianzüge wieder abzulegen. Gnädig!

Der Hochtannberpass war für uns sozusgaen der Einführung in die Alpenpässe. Geile Kurven schrauben sich in die Höhe der Berge.
Die Tunnels, durch die wir abwärts mussten, hatten es in sich: der Belag darinnen glich schon fast einer Schotterpiste, was unseren Offroadfreund auf seiner Freewind natürlich erfreute, wenn sich das Ganze nicht durch Nässe und schlechte Sicht bei steilem Gefälle als nicht ganz ungefährlich erwies.
Weniger spektakulär: der Aarlbergpass, den wir gleich im Anschluss hinter uns brachten, ohne es zu merken.
Wieder im Tal angekommen, machten wir auch gleich von unseren Vignetten Gebrauch: eine miese Beschilderung hatte uns direkt auf die Autobahn gelotst, obwohl wir eigentlich auf die Landstraße wollten. Danke! Diese Route sparte zwar Zeit, aber mit dem Motorrad auf der Autobahn, wer will das schon? Also die nächste Abfahrt runter und nach Landeck.

Am Fuß des Hochtannbergpass, die Wolken lassen manches erahnen

Pause am ersten Pass

Pause am Hochtannberg. Die Kombis ausziehen, es ist doch Sommer!

Reschen
Da ich die Strecke vom Vorjahr schon kannte, waren wir auch gleich auf der richtigen Straße nach Reschen. Noch ca. 40 schöne Kilometer trennten uns von unserem nächsten Etappenziel, diesmal kein Campingplatz, sondern ein Hotel.
Das Hotel "Garni Wallnöfer" in Reschen hatte ich von der Zeitschrift "Tourenfahrer". Schön, das sämtliche Angaben den Tatsachen entsprachen:
Vom Preis, den Tocknungsmöglichkeiten und auch der Unterstellmöglichkeit für die Bikes, alles entsprach der Beschreibung.
Kurios: Der Chef selbst fährt seine ganzen Gäste in seine 5 km entfernte Pizzeria direkt am Reschenpass. Das mir ja keiner woanders reingeht! Aber gut war's trotzdem.
Auch über die Zimmer konnte keiner maulen, so kamen wir dazu, das letzte mal für 14 Tage in die Glotze zu schauen, nachdem wir natürlich erstmal das hiesige Bier abtesteten.

Pause am ersten Pass

Nach der Abfahrt des Hochtannbergpasses

Der Reschenpass, direkt neben besagter Pizzeria.

13.06.2005: Die Alpenpässe



Das Stifser Joch
Morgens 9.00: Nach einem gelungenen Frühstück gings dann auch gleich los: Passfahren bis der Arzt kommt, hies die Devise. Ca. 40 km trennten uns vom Stifser Joch, die "offizielle" höchste ausgebaute Passstrasse (man erklärte uns feierlich, das in Frankreich einer wohl höher ist, aber nur durch Beschiss, denn dieser Pass wurde künstlich aufgeschüttet. Ihr bösen Franzosen!!).
Uns persönlich war es natürlich piepegal, ob wir jetzt 100 Meter mehr oder weniger oben waren. Auf jeden Fall schien es, als hätte man oberhalb der 1500m - Grenze ein paar PS im Tal gelassen. Etwas saft- und kraftlos bahnten sich die Bikes den Weg über 43 Kehren auf die Passhöhe von 2750m.
Wie immer ein Erlebnis und wohl der anspruchsvollste Pass der ganzen Tour.
Leider brachten uns Wolken um den verdienten Lohn der Mühe: Ein Blick ins Tal blieb uns weitgehend verwehrt. Das es ab und zu noch etwas regnete (netterweise auch mal Schnee dabei) konnte die Stimmung aber auch nicht trüben! Die Abfahrt hingegen ließ sich wie ein Kinderspiel an: die Kurven bzw. Kehren nicht zu eng und schön auszufahren.

Berninapass, Ofenpass und andere
Nachdem wir unten angekommen waren, führte uns die Route Richtung Livigno. Auf diesem Weg waren der Foscgno- und der Eirapass zu bezwingen. In Livigno selbst gönnten wir uns einen zollfreien Einkauf im örtlichen Duty-Free-Shop und (mal wieder) eine Pizza. Leerer Bauch fährt nicht gern, so zumindest die Devise des immer hungernden Tom P.!
Nach dieser gastronomischen Zwischenlandung gings auch schon wieder weiter, in die Schweiz zum Berninapass.

Und wieder mal war das Wetter äußerst ungünstig, um es mal gelinde auszudrücken: Oben angelangt erwarteten uns Sichtverhältnisse unter 10 m, ein Bus ( im Normalfall zum Überholen gedacht, zur Freude des Bikers) fuhr voran und wir klebten förmlich an seinen Rücklichtern. Sonst hätten wir womöglich noch die Abkürzung über die Schlucht genommen. Aber wir hatten ja Zeit und so schnell wollten wir auch nicht runter.

Auch diese Odysee hatte ein Ende, als wir schließlich in Zernez angekommen waren.
Jetzt lag für diesen Tag nur noch der Ofenpass vor uns und auch das Wetter spielte wieder mit, so dass dieser Pass, auch optisch ein Leckerbissen, wieder mehr Freude bereitete, als der vorher. Aber das Wetter kann nicht so schlimm sein, um uns hier was vorzumachen, zumal uns das "Finale" noch ertwartete, was erhöhte Luftfeuchtigkeit anging.

Vom Stifser Joch:'Tolle' Sicht ins Tal!

Passhöhe, trotz Wetters einfach geil!!

Am Ofenpass die Öfen aus...

Tageskilometer: 250

Wieder in Reschen
Wieder gegen 19.00 Uhr in Reschen angekommen, schlichen wir uns am Hotelchef vorbei, auf dass er uns nicht wieder zu seiner Pizze karrt. Clever tricksend sind wir schließlich zur Abwechslung in einer anderen Pizzeria gelandet, um den ganzen Tag abzurunden. Unser Fremdgehen blieb unentdeckt!
Und nachdem wir fremdgegangen waren, fanden wir uns wieder in der Hotellounge. So hat doch jeder ein paar unserer sauer verdienten Euros kassiert.

Fazit: Das Hotel war gut, der Service auch und für 25.-€ pro Nacht und Nase auch recht günstig, wenn man sich die anderen Preise hier ansieht. Achso: Wir hatten nicht einmal vorgebucht...

Wir saßen hier am Abend mal

14.06.: Der längste Tag: Richtung Lago



Erfahrungsgemäß gibt es in jedem Bikerurlaub ein Tag, der total Scheisse ist. Hätten wir gewusst, dass es jener sein sollte, hätten wir ihn glatt übersprungen. Detail folgt...

St. Moritz
Der Anfang unserer Route ließ sich noch recht leicht bewältigen. Die Strecke einfach, da gut ausgeschildert. Es lebe die Schweiz. So war es kein Wunder, dass wir noch taufrisch St. Moritz erreichten, nach etwa 3 Stunden Fahrzeit ohne Hektik, ohne Zwang.
Dann war es vorbei mit der Herrlichkeit: Rechtzeitig auf dem Majolapass hinter St. Moritz setzte der Regen ein, herzhaft erfrischend. Und die Sichtverhältnisse waren denen auf dem Berninapass gleichzusetzen. Schön, dass auch hier ein mehrspuriges Fahrzeug die Richtung wies, indem wir es vor uns herschoben.
Im Tal wurde es besser: der Regen wurde wärmer! Und so kämpften wir uns nach Italien durch.
War bis hier die Strecke noch einfach zu finden, so ging's jetzt richtig los: Am Comer See entlang. Schön, wenn's nicht weiter geschüttet hätte. So hatten wir eigentlich gar nicht den Blick für die Genialheit der Landschaft. Ganz im Gegenteil: die Tunnels, sonst verhasst, wurden zur Wonne. Hätten am liebsten den ganzen Tag in einem solchen verbracht...
Den See hinter uns, gings nach Varese. Dort hatten wir uns ca. 2-3 Stunden (!!) lang verfranst. Die Beschliderung? Überall steht 'Varese'drauf, ob links, ob rechts und ich dachte alle Wege führen nach Rom? Aber da wollten wir ja auch nicht hin. Zum Donnerwetter!
Blieb nur noch, eine Auskunft einzuholen, um wieder auf den rechten Pfad zu kommen. Gar nicht leicht: Für das, dass ich kein Italienisch spreche, reden die Italiener noch schlechter Deutsch! Aber mit Händen und Füßen gestikulierend hatten wir nach Genuss eines heissen Espresso die richtige Straße getroffen und nach einmal Verfahren auch das gefunden, nach dem wir insgesamt 10 Stunden gesucht haben: Dormoletto, am Lago Maggiore!

Nach dem Zeltaufbau musste gleich unser Pfälzer Mitbringsel dran glauben: Zwei Flaschen Rotwein, hatten nicht viel Zeit zum Atmen. Aber ich weiss nicht, wann sie jemals besser gemundet hätten.

Nasse Kilometer heute: 300
Dieses war der erste Teil der Tour! Der nächste beschreibt die Zeit am Lago Maggiore!


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü