The Hugo - Martin Kluge


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Richtung Deutschland

Touren > Biketour2005

Also hier der dritte Teil der Tour:
20.06.: Durch die Schweiz nach Deutschland
Nachdem wir eine absolut geile Zeit hatten, sollte es wieder Richtung Heimat gehen.
Doch die Tour war noch lange nicht am Ende. Über diverse Alpenpässe sollte es durch die Schweiz ins Donautal gehen. Dann mal los...

Passkontrolle
Bestes Bikerwetter sollte einen geilen Tag bescheren.
Nachdem wir uns schweren Herzens von dem Lago Maggiore verabschiedet hatten, fuhren wir an der Westseite des Sees Richtung Norden in die Schweiz. Wir hatten uns bei der Routenplanung sehr viel Mühe gegeben, um so viele Alpenpässe als möglich mitzunehmen.
Das Wetter konnte nicht besser sein: Strahlender Sonnenschein, in den Tälern war die 30°-Marke schon locker übersprungen. Umso schöner war es auf den Pässen, so angenehm kühl. Erfrischend wie ein frisch gezapftes Bier...

Der Grimselpass im Kanton Valiess
Ungefähr 100 km vor dem Vierwaldstädter See befinden sich Furka- und Grimselpass, der Steingletscher inklusive.
Da wir leider auch noch ein Stück Weg vor uns hatten, blieb keine Zeit, beide Pässe zu befahren, also sollte der Grimselpass genügen.
Von diesem Pass aus konnte man den Furkapass erkennen, welcher den Berg gegenüber emporkraxelte.
Der Grimselpass bietet den (touriüblichen) Sevice: Eine Restaurant, Souvenirs, Souvenirs...
Als Extra sozusagen eine Kristallhöhle (koset natürlich Eintritt) und ein Tiergehege. So konnten wir uns Murmeltiere aus der Nähe betrachten.
Da es schon um die Mittagszeit war, hatten wir uns entschlossen, im Restaurant was einzuwerfen: Schweizer Rösti (Der Pfälzer sagt: Brootkrumbere mit Zwiwwele) dazu jeweils ein Cola.
Warum ich das hier erwähne? Na ganz einfach: Das war das teuerste Gericht in diesem Urlaub. Vermutlich wurde jede Kartoffel mit dem Taxi auf die über 2000m raufchauffiert, anders kann ich mir nicht vorstellen für drei Mal Rösti mit Cola umgerechnet 50 € hinblättern zu müssen. Fazit: Röstis gut gewürzt, Preise gesalzen!! Aua!

Der Grimsellpass

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Richtung Vierwaldstätter See
Die Abfahrt vom Grimselpass war genauso spektakülär, wie der Aufstieg: Kurven und Panoramablick was das Herz begehrt. Kein Wunder, daß wir noch ein paar Fotostopps einlegen mussten, einfach so hinunterzurauschen wäre vergleichbar mit Rotwein ohne Alkohol...
Schön, ein Holländer bot an, ein Foto von uns Dreien zu machen. Und das ist ja wohl gelungen, wie Ihr hier unten sehen könnt.

Das Bild für unsere Familienalben

Am Vierwaldstätter See
Warum Vierwald? Habe nicht einen Wald gesehen, ein paar Bäume vieleicht. Aber noch lange kein Grund, nicht eine Nacht zu bleiben. So hatten wir die Stadt Brunnen durchquert und auch gleich einen Campingplatz gefunden. Um unseren Traditionen treu zu bleiben, schlugen wir unser Camp direkt am See auf.
Leider blieb keine Zeit zum Baden, es war ja schon ziemlich spät. Aber für ein Bier allemal. So lernten wir den Campingplatzchef und sein Bier kennen. Zwei nette Begegnungen.
Gefahrene Kilometer 300

Der Vierwaldstätter See

Bewertung Campinplatz "Hopfreben" in Brunnen/Schweiz:

(Schulnote): 3-
Auf- /Abwertung:

Minus:

  • Dusche 1 Franken, langt gerade mal für's Vorwaschen
  • Weite Wege bis Wasser/Sanitärs
  • Kiesgrube nebenan sorgt für's Wecken ab 7.00 Uhr. Das nervt!



Plus

  • alles topsauber, Sanitärs klinisch rein (Schweiz eben)
  • Supernett und gut drauf, die Betreiber hier
  • Auch Euros werden akzeptiert




21.06.: Über Winterthur ins Donautal
Kilometer fressen zum vergessen
Die Strecke von Brunnen nach Winterthur war nicht gerade ein Genuss, was auch zum Teil am regen Verkehr lag. Da konnte auch das immer noch geile Wetter nicht zum Besseren beitragen, leider.
So machten wir stur unsere Kilometer durch die Schweiz. Eine Idee am Vorabend änderte noch einmal die Route: Wir schauen mal in Schaffhausen vorbei...

Rechts: die letzten Berge, wir verlassen die Alpen.

Der Rheinfall
Schnell hatten wir Schaffhausen gefunden, wo das Wasser so schön plätschert: der Rheinfall, Ziel vieler Busse.
So kamen wir in den Genuss, das Ganze mal aus der Nähe zu betrachten. Wer schon einmal am Rheinfall war stimmt mir zu: Sehr beeindruckend, wie ihr links an dem Bild erkennen werdet!

Aber nicht so beeindruckend, daß wir nicht bald schon wieder auf den Kisten Richtung Bodensee waren und nach ca. drei Stunden das Donautal erreichten.

Das Donautal, Hausen
Da wir keinen Plan hatten, suchten wir einen Campingplatz auf gut Glück. Und das war uns hold: Wohl der schönste Campingplatz unserer Tour: Camping 'Wagenburg' in Hausen. Super Ambiente, direkt an der Donau, welche hier etwa die Breite von fünf Meter hat. Top WC und auch der Chef ist schwer in Ordnung...

Am Campkiosk mit Karten und auch einem kühlen Blonden eingedeckt, machten wir uns ein Bild von dieser schluchtenverzierten Gegend:
Hier gibt's viel zu unternehmen, aber wie immer hatten wir zu wenig Zeit dafür. So kamen wir zum Entschluss, dass morgen nur ein Besuch der Hohenzollernburg stattfinden soll. Punkt, Aus, Schluss und... Prost.

Bewertung Campinplatz "Wagenburg" in Hausen/Donautal:

(Schulnote): 2+
Auf- /Abwertung:

Minus:

  • Münzdusche aber von der Zeit her absolut fair


Plus:

  • alles in sehr gutem Zustand, Sanitärs tiptop + Rasen klasse
  • Ambiente unvergleichlich
  • Grill kann unentgeltlich ausgeliehen werden
  • Ruhe pur


Tja, dass Thema Dusche mit Chips: Hier ist es so, dass die vielen positiven Punkte dieses, sagen wir mal kleine Ärgernis schnell vergessen läßt, zumal die Zeit dafür mehr als fair ist.
Ein Bach durchwandert gemütlich das Campinggelände, was unserer Romantik nur zu gute kommt...ist doch das Cafè gleich daneben...
Auf jeden Fall der beste Campingplatz der Tour...

22.06.: Die Zollernalb
Abstecher nach Balingen...
Das Finale sollte das Bang your Head - Festival in Balingen sein. Selbstverständlich, daß wir mal dort vorbeifahren mussten, um zu checken daß alles aufgebaut ist für die kommenden Tage. Kein Problem, liegt Balingen doch nur 20 km von unserem heutigen Ziel, der Hohenzollernburg, entfernt.

Nach erfolgreicher Inspektion gings also weiter, Richtung Hechingen zur Burg...

Alles klar für's Bang Your Head?
Die Bühne im Rohbau

Burg Hohenzollern (Bild rechts)
Da waren wir nun, auf dem Parkplatz der Hohenzollernburg.
Da keiner für den Bus berappen wollte, machten wir uns zu Fuss auf den Aufstieg. 30 Minuten bei über 30° Hitze. Anstrengend genug, aber es sollte sich lohnen.

Eine Führung im Inneren der Burg musste sein, also keine Mühen gescheut und schon waren wir darinnen. Leider ist es verboten, Bilder zu machen. Was soll's.
Die Angelegenheit war für meinen Geschmack ziemlich kurz (da waren auch noch ein paar Halbstarke Störenfriede dabei...), doch recht informativ: So wissen wir jetzt, das dieses Bauwerk nur repräsentativen Zwecken diente. Aha..

23.06.: Bang Your Head ruft
Die vorletzte Etappe
Schnell vergeht die Zeit. Also Zelt abgebaut, alles aufs Motorrad gepackt. Das schöne beim Zelten ist: Man sieht gleich, ob alles dabei ist und nix auf'm Rasen vergessen wurde...

Jetzt erwartete uns ein Kurztrip, ungefähr 40 km nach Balingen. Dort, das wissen wir aus Erfahrung, war Camping ein Abenteuer, Luxus wie fliessend Wasser? Und erst die Dixies!
Na ja, das ist Rock 'n' Roll.


26.06.: Ab nach Hause, die letzte Etappe
Nach erlebnissreichen Tagen in Balingen neigte sich unsere Tour dem Ende zu. Die letzten 200km fast nur Autobahn. Sehr öde, deswegen auch keine Bilder (warum auch...)!
FAZIT:
Eine wirklich gelungene Tour. Ca. 2300km ohne grossen Stress. Keiner auf die Schnauze gefallen, so soll's sein. Und das Wetter hat auch mitgespielt.
Erschreckend nur sind die gestiegenen Preise: So muss man bei allen Campingplätzen für eine Nacht / Person im Durchschnitt 15 € rechnen.
Da ist die Spanne zwischen Camping und Hotel (wenn man richtig sucht) nicht mehr groß. Ich stelle mir die Frage, wo denn die Schmerzgrenze ist??
Von den Spritpreisen brauche ich erst gar nicht zu reden, gelle.


Auf jeden Fall wird es wieder heissen:
On The Road again!

In diesem Sinne: Ich hoffe, die Seiten sind unterhaltsam. Fähler bitte melden, auch für sonstige Vorschläge bin ich gerne zu haben.

Und noch eins:
MitfahrerInnen reissen bei mir offene Türen ein. Meldet Euch bei mir.
Also ran an die Tasten, auch das Gästebuch hungert nach Eueren Einträgen.


Martin 'Hugo' Kluge

Tachostand am Ende der Tour


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